Projekt: Fachkräfte-Austausch "Andere Arbeitsweisen" 2009

Vom 24.November bis zum 31.November 2009 fand der zweite Teil des Austausches „Andere Arbeitsweisen“ statt. Der erste Teil des Austausches fand vom 22. November bis 6. Dezember 2008 im Raum Bremen statt.

Das gemeinnützige Projekt „Andere Arbeitsweisen“ ist ein integrativer Austausch von deutschen und belarussischen Behindertenbetreuern und Menschen, die sich für die Integration von Menschen mit Behinderungen in diesen beiden Ländern einsetzen. Der Rückaustausch der Bremer nach Minsk ermöglichte deutschen Behindertenbetreuern die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in Belarus kennenzulernen.
So sollte die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Belarus gefördert werden.
Alle zehn Teilnehmer waren Mitarbeiter der schon beim ersten Teil des Austausches beteiligten Bremer Organisationen „Johannishag“, „Martinsclub“ und „Selbstbestimmt Leben“. Sie fuhren zusammen mit drei Mitglieder von Kanikuli e.V. am 24.November für eine Woche nach Minsk.
Während dieser Zeit entstanden neue Bindungen zwischen den belarussischen Teilnehmenden und den besuchten Organisationen und Gastfamilien. Diese wurden nun durch den Rückaustausch vertieft werden.

Ziel dieses Rückaustausches waren ähnliche Überlegungen wie die des Hinaustausches:
Das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und die Reflexion über die eigenen Arbeitsweisen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen war das Hauptziel.
Eine bessere Einschätzung der deutschen Teilnehmenden für die belarussische Situation von Menschen mit Behinderungen und somit eine Möglichkeit zur präziseren Hilfestellung durch Erfahrung und Material sollte ebenfalls ermöglicht werden.
Längerfristige Partnerschaften und auch die persönlichen Beziehungen zwischen deutschen und belarussischen Behinderteneinrichtungen und sowohl den belarussischen als auch deutschen Teilnehmern sollten entstehen bzw. vertieft werden.
Auf Seite der deutschen Teilnehmenden, und das stand bei diesem Teil des Austausches besonders im Vordergrund, sollte ein größeres Bewusstsein für die die allgemeine Situation in Belarus, für Land, Leute und Kultur geschaffen werden.

Dabei standen neben der größten und ältesten belarussischen Organisation für die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen BELOI und der in ganz Belarus verbreiteten Elterninitiative BELAPDI auch der Besuch kleinerer Organisationen auf dem Programm: die Organisation Raznye-Ravnye, die sich hautsächlich für die Integration körperbehinderter Jugendlicher und junger Erwachsener einsetzt, die staatliche Wohneinrichtung „Novinki“ und die dort angrenzende von „Kanikuli“ unterstützte Kunst-Werkstatt.
Daneben wurden auch ein Konzert-und Museumsbesuch und eine Stadtführung angeboten.

Der Rückaustausch verlief für alle Seiten sowohl inhaltlich als auch organisatorisch höchst zufriedenstellend.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle die mit ihrer Unterstützung den Austausch ermöglicht haben:
-die Partnerorganisation Raznye-Ravnye, die das Programm gestaltet und organisiert haben
-an alle besuchten Einrichtungen, die uns offen Einblick in ihre Arbeit gewährt haben
-an die Teilnehmer, die so interessiert, offen und kritisch hinterfragend das Programm verfolgt haben
-an die deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, die diesen Austausch finanziell ermöglicht hat
-an alle Mitglieder von Kanikuli, die diesen Austausch mitgestaltet haben




Ermöglicht wurde der Austausch "Andere Arbeitsweisen" vom "Kontaktprogramm Belarus" der "Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO)"
Vielen Herzlichen Dank im Namen aller Beteiligten an dieser Stelle!

Susanne Greischel

© 2009 kanikuli e.V.