Projekt: Häuser für Menschen mit Behinderung in Belarus

„Wir wollen, dass Menschen eine Zukunft haben. Unabhängig von ihrem Alter, ihren Besonderheiten und Möglichkeiten. Wir wollen das für uns selbst und für andere. Wir wollen das für alle. Warum? Weil es anders nicht geht.“


In den vergangenen 10 Jahren konnten wir in unseren Ferienfreizeiten vielen Menschen, die in staatlichen Heimen in Belarus leben für eine kurze Zeit einen Ausbruch aus ihrem tristen Alltag ermöglichen. Seit einigen Jahren findet eine Freizeit mit Erwachsenen schon nicht mehr in Sanatorien, sondern auf einem ganz normalen Dorf in Belarus statt. Und auch in den Heimen hat sich einiges verändert, so gibt es im Erwachsenenheim nun drei Stationen auf denen die Bewohnerinnen und Bewohner ihren Alltag selbstständig organisieren. Für unsere Freizeiten mit Erwachsenen bedeutete dies, dass es dort nun viel darum ging, Menschen dazu zu befähigen, ihre alltäglichen Angelegenheiten selbst zu organisieren. Doch dies reicht uns nun nicht mehr! Unser langfristiges Ziel ist es, dass Menschen mit Behinderung in Belarus nicht mehr in großen staatlichen Heimen leben, sondern dass sie die Möglichkeit haben, in der Gesellschaft so zu leben, wie sie es möchten und sie dafür die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Dieses Ziel möchten wir nun angehen!

Dafür unterstützen wir eine Gruppe von Menschen um unsere langjährige Partnerin Daria Yeskevich beim Gründen eines Wohnprojekts. Zurzeit besitzt dieses Wohnprojekt zwei Holzhäuser in einem kleinen Dorf in Belarus. Eins der Häuser wurde letztes Jahr saniert, es wurde eine Kanalisation gebaut, das Haus bekam fließendes Wasser und es wurde wohnlich gestaltet. Diesen Sommer soll nun ein zweites Haus renoviert werden. Die Renovierung findet gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Ferienfreizeiten und Freiwilligen statt. Dabei packen alle ihren Fähigkeiten entsprechend mit an, ob Mensch mit oder ohne Behinderung. Die Häuser stehen in einem typischen Dorf in Belarus, welches auch dadurch typisch ist, dass dort kaum noch junge Menschen leben und es ohne neue Einwohnerinnen und Einwohner aussterben würde. Das Wohnprojekt bietet die Chance dies zu verhindern. Schon jetzt wird der Kontakt mit den alteingesessenen Bewohnerinnen und Bewohnern gepflegt und sich gegenseitig unterstützt. Ein solcher Austausch bedeutet gelebte Inklusion.


Wie soll es weitergehen?
In diesem Sommer soll das zweite Haus ausgebaut werden. Dabei wird besonders darauf geachtet werden, dass auch Menschen mit einer körperlichen Einschränkung gut in ihm leben können. Daneben bekommt auch dieses zweite Haus einen Zugang zur Kanalisation und fließendes Wasser. Das Dach und die Fenster müssen ausgetauscht werden. Beide Häuser sollen außerdem winterfest gemacht werden, um auch den kalten Wintern in Belarus trotzen zu können.

Wir haben auf Betterplace einen Spendenaufruf gestartet um Geld für das Winterfestmachend der Häuser zu sammeln. Wir freuen uns über jede Spende.

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